Vorwort

Religionsunterricht

Wir leben in einer Zeit der Gegensätze: Einerseits begegnen viele Jugendliche dem Religionsunterricht wie auch grundsätzlich anderen Schulfächern mit einer gewissen Vorbehalt, andererseits stellen wir vermehrt fest, dass viele junge Menschen sich religiösen Sinn- und Glaubensfragen öffnen.

In einer Gesellschaft, wo etwas allzu einseitig „Religion als Privatsache“ angesehen wird, muss sich der schulische Religionsunterricht umso mehr positionieren und seine Berechtigung hervorheben.

Religionsunterricht erfüllt somit folgende Aufgaben

Der Religionsunterricht bietet Kindern und Jugendlichen eine wichtige Orientierungs- und Lebenshilfe. Dieser Unterricht möchte hinführen zu einer religiösen Lebenshaltung und Lebensgestaltung.

Der Religionsunterricht ermöglicht Halt zu finden in der Glaubensgemeinschaft (Kirche). In dieser Glaubensgemeinschaft erhalten sie Stärkung für ihr eigenes Leben.

Der Religionsunterricht leitet zu religiösen Empfindungen (danken, staunen, bitten, umkehren) an, wobei die Tatsache berücksichtigt wird, dass jeder Mensch religiös ist.

Der Religionsunterricht bietet den Eltern die Möglichkeit, sich mit ihren Kindern (von neuem) religiösen Fragen zustellen und gemeinsam Antworten zu suchen und zu finden.

Religionsunterricht bereitet Kinder und Jugendliche auf den Sakramentenempfang in gestufter Reihenfolge vor:

2. Klasse: Vorbereitung auf das Sakrament der Beichte
3. Klasse: Vorbereitung auf die hl. Erstkommunion
4. Klasse: Vertiefung des Buss-Sakramentes (Versöhnungsweg)
3. Oberstufe: Vorbereitung auf die Firmung

Im Umfeld des Sakramentenverständnisses haben Bibelkatechese, Hilfestellungen beim Zugang zu Lebensfragen, zum Ritual und zur Liturgie einen besonderen Stellenwert.

Katechetinnen und Katecheten sind geschulte Lehrkräfte, denen sich Kinder und Jugendliche auch „ausserhalb des Klassenzimmers“ mit ihren Problemen und Sorgen wie auch Freuden und Glücksmomenten anvertrauen können.

Beim Schulabschluss wäre zu wünschen, dass gewisse Erlebnisse im Religionsunterricht den Jugendlichen in guter Erinnerung bleiben und sie dadurch ermuntert werden, sich den weiteren Zugang zur Glaubensgemeinschaft offen zu halten.